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Der Energieausweis

Die Katze im Sack zu kaufen möchte niemand, deswegen gibt es für Käufer viele Möglichkeiten, die Qualität und Beschaffenheit des Produkts zu prüfen. Beim Autokauf zum Beispiel kann man vorab den Benzinverbrauch herausfinden, Kühlschränke und andere Elektrogeräte sind in Energieeffizienzklassen unterteilt und geben mit Hilfe einer Farbskala von rot nach grün Auskunft über Energieverbrauch und die damit verbundenen Kosten. Für eine ähnliche Qualitätskontrolle von Wohngebäuden sorgt nun der Energiepass. Früher war es oft der Fall, dass erst mit der ersten Heizkostenabrechnung – also oft erst nach einem Jahr – deutlich wurde, ob man in ein Haus eingezogen ist, welches Energie „frisst“ oder sparsam verbraucht. Mit dem Energiepass ist diese Ungewissheit nun vorbei, denn man kann damit schon vor der Unterzeichnung des Mietvertrags den Energieverbrauch der eigenen vier Wände abschätzen. Aber Vorsicht: der Energieausweis gibt einem lediglich einen Richtwert im Bezug auf die verschiedenen Verbrauche der zu Miete stehenden Wohnungen, er sagt jedoch nichts über tatsächliche Heizkosten aus, da diese davon abhängen, wie oft und wie heiß geheizt wird.


Wie erhält man den Energieausweis?
Seit 2009 gilt, dass der Vermieter bei jeder Vermietung, Verpachtung oder beim Verkauf für alle Wohnungen einen Energieausweis auf Verlangen aushändigen muss. Mieter mit schon bestehenden Mietverträgen sind von dieser Regelung bisher ausgeschlossen und haben keinen Anspruch auf den Ausweis.

 

Der Energieausweise existiert als zwei Versionen
Für die meisten Wohngebäude existieren zwei verschiedene Versionen des Energieausweises: zum einen den Bedarfsausweis und zum anderen den Verbrauchsausweis. Der Bedarfsausweis liefert eine theoretische Berechnung der Energiewerte, welche Wohnungen in unterschiedlichen Gebäuden miteinander vergleichbar macht. Der Verbrauchsausweis auf der anderen Seite gibt Auskunft über den Energieverbrauch früherer Bewohner. Jedoch sind auch diese Werte stark vom Heizungsverhalten der früheren Mieter und von der Witterung der letzten Jahre abhängig und bieten keine Garantie für den künftigen Energieverbrauch.

 

Was sollte der Mieter beachten?
Für den direkten Vergleich eignen sich nur Energieausweise desselben Typs (Bedarf oder Verbrauch). Beide geben Auskunft über die energetische Qualität des Gebäudes als Zahl und an Hand eines Farbbalkens. Letzteres wird in einer beiliegenden Legende erklärt, welche den Farbbalken der Elektrogeräte wie Kühlschränken ähnelt. Viele Verbrauchsausweise enthalten außerdem Empfehlungen für eine energetische Modernisierung, dessen Umsetzungen jedoch für den Vermieter nicht verpflichtend sind. Leider sind diese weiterführenden Angaben für Laien oft schwer verständlich - wem also die Farbbalken allein nicht aussagekräftig genug erscheinen, sollte sich dahingehend gründlich vorbereiten.

 

Was ist wichtig am Energieausweis?
Der Energieausweis ist eine gute Hilfe bei der Entscheidung, welches Haus oder welche Wohnung man letztendlich mieten oder kaufen möchte. Denn, neben der Lage und Größe der Immobilie, dem Zuschnitt der Räume und natürlich der Miethöhe ist durch den Ausweis auch die energetische Qualität von vorne herein einsichtig und planbar. Auch sollte der Verlauf des Energieausweises über einen längeren Zeitraum betrachtet werden, um zu erkennen, wie gut oder schlecht das Haus gedämmt ist. Denn: mit stetig steigendem Energieverbrauch steigen auch die gesamten Wohnkosten immer mehr. Sollte das Haus schlecht isoliert sein, reichen manchmal sogar schon kleinere Dämm-Maßnahmen, um Energie nachhaltig zu sparen. 

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